Bezirksjugendorchester flog nach Montenegro

- Bericht der Mittelschwäbischen Nachrichten vom 16. April 2020 -

 

35 junge Musikerinnen und Musiker aus dem Bezirk 11

brachten schwäbisches Kulturgut zum Jugendaustausch mit!

Bezirksjugendorchester in Montenegro (2020)
Noch vor Ausbruch von Corona nahm das Bezirksjugendorchester des Bezirks 11 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes an einem internationalen musikalischen Austausch in Montenegro teil (Bild: Patrick Scheel)

Landkreis Noch vor Ausbruch von Corona war das Bezirksjugendorchester des Bezirks 11 des AllgäuSchwäbischen-Musikbundes (ASM) zum Jugendaustausch nach Montenegro geflogen, um dort mithilfe der Musik die Völkerverständigung voranzutreiben. 35 jugendliche Musikerinnen und Musiker aus dem Bezirk 11 starteten vom Flughafen Memmingen aus ihre Reise.

Das Bezirksjugendorchester (BJO) hat die Aufgabe, Jugendliche über die Dorfgrenzen ihrer Musikkapellen hinaus zu vernetzen. Dabei treffen sich Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren zwei- bis dreimal im Jahr aus allen Richtungen, von Memmenhausen bis Breitenthal, von Winzer bis Neuburg. Hierbei wird ein Orchester zusammengestellt, welches konzertante, moderne und auch böhmisch-mährische Musik gemeinsam spielt. Daneben möchte der Bezirk 11 aber auch die Völkerverständigung fördern und Jugendlichen mithilfe der Musik neue Länder, deren Kultur und Tradition und ihre Menschen näher bringen.

Das BJO unterhielt in den letzten Jahren hierzu eine Freundschaft zu Musikern aus dem polnischen Lobez und hatte schon mehrere Austausche in beide Richtungen unternommen. Heuer standen dann eine komplette Neuerung und auch ein großes Abenteuer auf dem Programm. Nicht nur das Land, sondern auch das Fortbewegungsmittel änderte sich. 35 Jugendliche machten sich mit dem Flugzeug vom Memminger Airport auf nach Podgorica in Montenegro. Weiter ging es zum Quartier in Herceg Novi, wo die Partnerkapelle zu Hause ist.

Der nächste Tag war von Musik geprägt. Gemeinsam wurde für das bevorstehende Konzert geprobt. Herceg Novi besticht durch eine atemberaubende, bergige Lage am Meer, durch alte Festungsbauten und neue Strandlokale sowie der Leichtigkeit der mediterranen Mentalität.

Das gemeinsame Projekt wurde am Ende der Woche mit einer Parade durch die Stadt und einem Abschlusskonzert aller drei Kapellen öffentlich gezeigt, welches durch Fernsehen und Radio ins Land verbreitet wurde. Hierbei zeigten die Jugendlichen in ihren heimischen Trachten ihr musikalisches Können und versuchten ein Stück schwäbisches Kulturgut nach Montenegro zu bringen.

Nach einem Lagerfeuer am Meer mit Tanz und Musik traten die Jugendlichen ihre Heimreise an, nicht ahnend, dass das wohl für die nächste Zeit ihre letzte Reise gewesen sein wird. Jeder nimmt aus dieser Zeit viele Eindrücke, viel Positives, aber auch viel zum Nachdenken mit.

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Musik im Zeichen der Völkerverständigung

- Bericht der Mittelschwäbischen Nachrichten (Alois Thoma) vom 2. Juni 2019 -

 

Welchen besonderen Akzent Jungmusiker aus drei Nationen

in Nattenhausen setzen!

Bezirksjugendorchester am BZMF in Nattenhausen (2019)

Bezirksdirigent Patrick Scheel dirigierte beim gemeinsamen Finale der Jungmusiker aus drei Nationen das Stück "Freude schöner Götterfunken". (Bild: Alois Thoma)

Während es bei vielen Politikern hinsichtlich Völkerverständigung meist bei großen und letztlich doch leeren Worten bleibt, demonstrierten am Samstagnachmittag Jungmusiker aus drei Nationen eindrucksvoll, wie Völkerverständigung funktioniert und gelebt wird. Beim 1. Internationalen Jugendkapellentreffen im Rahmen des Bezirksmusikfestes in Nattenhausen hatte das Bezirksjugendorchester des Bezirkes 11 die Jugendblasorchester aus Lobenz (Polen) und Herceg (Montenegro) zu Gast. Es wurde schnell deutlich, wie recht doch Bezirksvorsitzender Franz Alstetter hatte mit seiner Behauptung bei der Begrüßung: „Völkerverständigung gelingt am besten auf der Grundlage der Blasmusik.“

Mit im Boot war auch die Jugendkapelle Tafertshofen-Ebershausen-Nattenhausen, die im Festzelt ebenso Kostproben ihres Könnens gab wie anschließend das Bezirksjugendorchester und das kombinierte Orchester aus Polen und Montenegro unter der Leitung von Dariusz Ledzion. „Wir freuen uns immer, wenn wir gemeinsame Projekte mit Bayern haben“, sagte er und freute sich auf ein Wiedersehen im Sommer in Polen. Motor der Musikfreundschaft ist Bezirksdirigent Patrick Scheel. Er hat vor drei Jahren die Verbindungen aufgenommen und stellte am Samstag fest, dass die Jugend uns allen immer wieder zeige, wie Musik den Menschen, egal, welcher Nationalität, Spaß mache. Scheel: „Das lässt auf ein friedliches Europa hoffen.“

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BJO 2018 in Polen

- Bericht der Mittelschwäbischen Nachrichten vom 15. September 2018 -

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Im Geist der Völkerverständigung musiziert

- Bericht der Mittelschwäbischen Nachrichten (Werner Glogger) vom 7. Februar 2018 -

 

Das Bezirksjugendorchester und eine Jugendkapelle aus Polen

treten in der Angelina-Halle in Ursberg gemeinsam vors Publikum

Konzert: Im Geist der Völkerverständigung musiziert

Der Austausch von Gastgeschenken war Bestandteil des Besuches und der Mitwirkung am Gemeinschaftskonzert des BJO und der Jugendkapelle aus Lobez. Unser Bild zeigt von links: Dirigent Dariusz Ledzion, Dolmetscherin Anna Adamczyk, Bezirksdirigent Patrick Scheel und Michael Sell, Leiter der Jugend-Bildungsstätte Babenhausen. (Foto: Werner Glogger)

In den drei Jahren, seit die Bezirksvorstandschaft im Musikbezirk 11 das Bezirksjugendorchester ins Leben gerufen hat, konnten die Ziele, die sich dessen organisatorischer Leiter Patrick Scheel gesetzt hat, durchweg verwirklicht werden. Seine Idee, mit dem Projektorchester ein gemeinsames Musizieren und eine bessere Vernetzung zu erreichen, kam bei den Jugendlichen gut an, sodass sie sich jedes Jahr neu zusammenfinden und in einem Workshop ein Konzert vorbereiten. Im Rahmen eines Projekts des deutsch-polnischen Jugendwerks stand heuer der Besuch der Jugendkapelle aus dem polnischen Lobez als Besonderheit auf dem Programm.

Der Ort, der bis 1945 deutsch war und Labes hieß, liegt rund 50 Kilometer von der Ostsee im damaligen Hinterpommern. Die Kapelle zählt insgesamt 46 Musiker, darunter Jugendliche aus Grundschulen, Gymnasien, Oberschulen und Hochschulen. Sie spielt Konzerte im Inland, europäischen und außereuropäischen Ländern und hat zahlreiche Preise bei in- und ausländischen Wettbewerben gewonnen. Unter dem Motto „Polska – Niemcy muzykujemy razem“ (Polen - Deutschland, wir musizieren gemeinsam) boten die beiden Orchester am Sonntagnachmittag in der voll besetzten Angelina-Halle in Ursberg den Besuchern ein buntes Musikprogramm, das, wie es die Musik schon oft bewiesen hat, über Grenzen hinweg verstanden wird. Schon beim Eröffnungsstück bewiesen die rund 30 jungen Musici mit ihrem Dirigenten Dariusz Ledzion, dass ihre Kapelle des Kulturhauses von Lobez zu den Besten der Region zählt. Einen ersten Glanzpunkt setzte der junge Tubist mit dem technisch anspruchsvollen Tuba-Solo „Rubaszka-Polka“ bevor der Song „Always look on the bright sight of life“ („Schau immer auf die helle Seite des Lebens“) die fröhliche Lebenseinstellung der Jugendlichen unterstrich. Mit dem italienischen Popsong und gleichsam einem Ohrwurm „Quando, quando, quando“ ging es weiter, bevor der „Raiders-Marsz“ den Vortrag der Gäste beschloss.

Als eine „wichtige Person“ in dieser Begegnung bezeichnete Scheel den Leiter der Jugend-Bildungsstätte Babenhausen, Michael Sell. Er hat nicht nur den Besuch koordiniert, sondern seine polnischen Schützlinge während ihres mehrtägigen Aufenthaltes betreut. Sell hob in seinem Grußwort hervor, dass man sich bei solchen Gelegenheiten mehr durch die Musik als die Sprache verstehen könne. So können Grenzen überwunden werden und die Jugend einen Beitrag zum Frieden leisten. Erfreulicherweise wird das Projekt von der deutschen und polnischen Regierung unterstützt. Mit der Stilrichtung böhmisch-mährisch stieg Ulli Glogger mit sein 36 Buben und Mädchen in den zweiten Programmteil. Der Konzert-Marsch „Allgäu 1706“, der Walzer „Lebensfreude pur“ und die Polka „Zeit für Musik“ gehörten dazu. Den Big Band- und Jazz-Bereich übernahm Sebastian Schwarz mit dem klassischen Soul „Aint No Mountain High Enough“, „Celebration“ und für „Can’t Help Falling In Love“ stand Elvis Presley Pate. Aus Beverly Hills Cop stammt die Filmmusik „Axel F“ mit Patrick Scheel am Dirigentenpult. Als grandioses Finale spielten beide Kapellen in „Czermszyna“ Lieder einer Volksgruppe aus einer kleinen Stadt in Podlachien, einer historischen Landschaft im Nordosten Polens, den „Marsz Filutek“ mit dem Gästedirigent, „Die Hymne an die Freundschaft“ und zuletzt die von ASM-Ehrenpräsident Karl Kling gestiftete „Europa-Hymne“ mit Patrick Scheel.

Bürgermeister und zugleich ASM-Bezirksleiter Peter Walburger fand die Begegnung der beiden Orchester als großartige Idee. Scheel verband mit seinem Dank an Musiker und Organisatoren, sowie an Anna Adamczyk, die als versierte Simultan-Dolmetscherin alle Redebeiträge des Abends übersetzte, seine Vorfreude auf den geplanten Gegenbesuch im polnischen Lobez im Sommer.

  Gemeinschaftsfoto nach dem Konzert

 

Termine


25.06.2021

D1-/D2-Prüfungen

ASM-Bezirk 11 Krumbach-TISOGAU

- folgt -


26.06.2021

D1-/D2-Prüfungen

ASM-Bezirk 11 Krumbach-TISOGAU

- folgt -